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Miaauuu!! Müde rekele ich mich in meiner flauschigen Schlafhöhle. Vor mir sehe ich die strubbelige Pelzmaus baumeln. Lustlos angele ich mit meiner Pfote danach.
Ich, die Burmakatze Minka, bin zwar noch kein Jahr alt, aber ich und meine Freundinnen Bienchen - eine Siamkatze - und Stupsi - eine Javanesenkatze - haben gerade unsere Ruhephase,  und deswegen haben wir es uns in den Höhlen unseres deckenhohen Kratzbaums gemütlich gemacht.
Jetzt wälze ich mich gerade ganz gemütlich in meiner Hängematte des Teils in Form einer Sisalsäule und lasse ein bisschen meine Krallen spielen: Schön scharf und spitz, so sollen sie sein. 
Ich werfe einen Blick aus der Öffnung: Oh! Da krabbelt eine Spinne über den Boden! Ich springe mit einem Satz auf das Krabbeltier und verspeise es als Zwischenmahlzeit.
Während ich noch kauend auf den kalten Fliesen kauere, gleitet Stupsi elegant aus ihrer Höhle, setzt sich hin und schnurrt: "Guter Fang!"
Ich lecke mir kurz die Lippen und miaue: "Danke!"
Nun springt auch Bienchen von einer Plattform herunter und schleckt beiläufig die letzten Reste aus unserer Milchschale.
"Naschkatze!", necke ich sie. 
"Hey!", verteidigt sich Bienchen. "Ich habe halt auch Hunger!" Damit gibt sie mir scherzhaft einen Hieb auf die Nase - mit sorgfältig eingezogenen Krallen natürlich, wie sich das unter Freundinnen gehört.
"Sagt mal", fragt Stupsi da. "Wo ist eigentlich unser Frauchen?"
"Gute Frage", meint Bienchen nachdenklich.
Ich senke den Kopf und lecke ein paar Mal über meinen Brustpelz, ehe ich antworte: "Also, ich verstehe ja nicht viel von der Menschensprache, aber ich glaube, sie hat gesagt, dass sie in die Stadt fährt."
"Oh nee!", stöhnt Stupsi. "Sie bringt doch jeden Monat eine neue Katze mit. Und als ich euch das erste Mal gesehen habe, hab ich mir schon gedacht, zwei sind eine zu viel. Aber das ist jetzt ja nicht mehr mein Gedanke."
Da wackele ich plötzlich mit den Ohren: Da wird ein Schlüssel in der Tür gedreht! Eilig rennen wir zur Haustür und maunzen. Als unser Frauchen reinkommt, lasse ich erfreut mein ohrenbetäubendes Burma-Miauen hören. Die Menschin ruft uns fröhlich etwas zu und stellt einen Korb auf dem Boden ab.
Stupsi spitzt die Ohren, Bienchen schnuppert in die Luft und ich trete näher an den Korb heran. Ein paar braune, weiße und schwarze Fellhaare ragen aus dem Geflecht hervor. Neugierig und mit leicht geöffnetem Maul sauge ich die Luft ein: Mmmmh ... Europäisch Kurzhaar.
Unterdessen packt unser Frauchen ein gemütlich aussehendes Bettchen in die Küche, kreischt einmal unsere Namen und trägt auch den Korb dorthin. Wir kommen gerade an, als sie die neue Katze herauslässt.
Wie die Neue so in der Küche steht, muss ich zugeben, dass sie für eine Europäisch Kurzhaar ziemlich gut aussieht: Weiches glänzendes Fell in weiß, ein braunes Ohr und sonst nur ein paar schwarze und braune Sprenkel.
Unsere Menschin redet etwas mit der Katze, wobei ich den Namen 'Symphony' heraushöre, und lässt uns dann allein.
Stupsi setzt sich für den ersten schlechten Eindruck gleich hin, legt ihren Schwanz elegant über die Pfoten und rümpft die Nase mit den Worten: "So, du bist also Symphony. Was für einer ordinären Rasse du doch angehörst!! Ich bin eine Javanesenkatze." Und schon stolziert sie davon. 
Oje. Jetzt ist sie wohl wieder der Meinung, vier seien eine zu viel.
Bienchen, die Stupsi leider allzu oft zustimmt, folgt ihrer besten Freundin. 
Ich möchte ihnen etwas Ärgerliches zufauchen, aber Symphony miaut so kläglich, dass mir die Worte im Hals stecken bleiben. Ich werfe ihr mit mitleidigen Augen einen Blick zu, dann wende ich mich ab und kauere mich an den Trinknapf. Symphony tritt neben mich, schnuppert ein bisschen und macht sich dann über unser leckeres Whiskas-Trockenfutter her.
Als ich hinter uns ein Zischen höre, fahre ich hastig herum. Ich reiße das Maul auf, um Symphony eine Warnung zuzujaulen.
Aber zu spät.
Mit einem gewaltigen Satz landet Stupsi auf unserer neuen Hausgenossin und knurrt sie mit gebleckten Zähnen an: "Bleib weg von unserem Futter!!"
Entsetzt reiße ich die Augen auf, Stupsi sieht so aus, als hätte sie plötzlich Lust auf Katzenfleisch und Symphony liegt wehrlos unter ihr.
Meine Angst verwandelt sich in Wut: Wie kann Stupsi sich nur so aufführen?!
Ich werfe mich in die Balgerei, zerre Stupsi von Symphony herunter und hole zu einem gewaltigen Hieb aus. Ich weiß, dass man seine Freundinnen nicht so behandelt, aber ich lasse trotzdem meine Pfote niedersausen und kreische: "Was hast du denn jetzt plötzlich für Probleme?!?"
"Minka!", zischt Stupsi. "Du magst damit ja kein Problem haben, aber dieses ordinäre Fellbündel frisst uns unsere Nahrung weg!" Dann wirft sie mich mit den Hinterbeinen von sich.
Mit Mühe, Not und weit ausgefahrenen Krallen lande ich keuchend auf dem Boden. Wie war das? Einmal Hauskatze, immer Hauskatze, und wenn man noch so gut kämpfen kann. [...]
   
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